Markenware oder No-Name-Artikel?

Diese Frage ist nicht ganz unberechtigt. Klar ist: Markenware hat ihren Preis. Markenartikel sind im Allgemeinen teurer als sogenannte No-Name Artikel. Dafür versprechen sie ein höheres Maß an Qualität. Schließlich ist diese Voraussetzung für ein solides Markenimage. Doch ist es das wert, tiefer in die Tasche zu greifen?

In den meisten Fällen trifft dies durchaus zu. Denn Markenartikel bieten auch jenseits ihres Versprechens von Markenqualität wesentliche Vorteile. So werden im Zusammenhang mit Markenartikeln in aller Regel weit umfangreichere Garantieleistungen geboten, als dies bei Billigprodukten der Fall ist. Dies gilt es natürlich insbesondere bei kostenintensiven und technologisch aufwendigen Artikeln zu bedenken. Durch entsprechende Garantien ist man auf der sicheren Seite. Vor allem wenn es um elektronische Artikel geht, bei denen unterschiedlichste Defekte und Fehlerquellen vorstellbar sind. Denn letztlich ist es klüger, wenn man anfangs etwas mehr investiert und dafür auch länger etwas davon hat. Und nicht zuletzt ist es auch im Sinne der Ökologie vernünftiger, auf Markenqualität zu setzen und nicht etwa auf Billig-Artikel, die man nach vergleichsweise kurzen Zeiträumen schon wieder ersetzen und entsorgen kann. Das schont die Nerven und auf lange Sicht durchaus auch den Geldbeutel.

Als Faustregel gilt: je teurer eine Anschaffung tendenziell ist, desto eher lohnt es sich dann auch auf Markenqualität zu setzen. Lieber etwas mehr ausgeben und dafür etwas Vernünftiges erhalten, als an falscher Stelle zu sparen. Und schließlich gilt grundsätzlich: Wenn eine Marke erfolgreich und etablierte ist, dann muss dem eine gewisse Qualität zu Grunde liegen. Wäre dies nicht der Fall, so könnte man kaum von nennenswerten Markenartikeln sprechen. Denn welche Art von Reputation soll eine Marke schon erhalten, wenn sie für häufige Fehler und dergleichen bekannt ist. Oder gar für eine schlampige Unterstützung der Kunden, wenn Fragen oder Garantieansprüche aufkommen. Markenqualität ist also nicht nur Qualität bezogen auf das konkrete Produkt sondern ebenso Qualität bezogen auf die Dienstleistungen, die damit einhergehen.